Text spricht nicht zu dir, er ist bloß da - auf dem Bildschirm zumal, aber vielleicht auch gerade in deinem Kopf. Text schreit nicht, Text macht keine wilden Gesten, zappelt nicht rum und zeigt tolle Animationen, während du ihn liest. Er ist einfach nur da. In deinem Kopf, ein Strom aus kodierten Informationen, der dir unter die Haut kriecht, dich vielleicht an- oder gar aufgregt. Er drängelt sich in deine innere Welt, beansprucht zunehmend mehr Raum, bis er dich dazu bringt, sich mit ihm auseinanderzusetzen. So, als wäre er direkt durch die Tür in deine Wohnung eingebrochen und säße jetzt auf deinem Sofa.
Und er tut das alles, ohne auch nur einen einzigen Laut von sich zu geben, ganz nonchalant und zielgerichtet. Aber tatsächlich bewegt er sich nur, wenn deine Hirnwindungen ihn verarbeiten. Wenn du keinen Bock mehr auf ihn hast, verschwindet er auch wieder. Einfach so. Und überlässt dir wieder den ganzen Raum. Und das Sofa.
...
Und du so:
Und ich so: