Das hier ist ein Blog. Ich hab es aus reiner Langeweile komplett selbst gestrickt. Naja, nicht ganz. Wenn du dir den Quellcode anschaust, wirst du feststellen, dass ich im Head HTMX eingebunden habe, sowie FontAwesome for good measure. Das sind ein paar echt spassige Sachen, vor allem erstere.
Wie du schon sicher bemerkt hast, bin ich komplett durchgeknallt, was aber prinzipiell kein alleinstehendes Merkmal von mir ist, das teile ich mit einer ganzen Menge anderer Leute aus meiner Branche. Insofern bringe ich hier zwei Sachen zusammen: Den Wunsch, irgendeinen Ort zu haben, wo ich meine hochintellektuösen, wenig durchdachten und in großen Teilen völlig unverständlichen Ergüsse abstellen kann und den Spaß, einfach mal wieder eine ganz klassische Website
from scratch zu bauen, und zwar old school mässig - ganz ohne React, ohne Angular, noch VueJS, geschweige denn NPM und allem, was man sonst noch so auffahren kann, um das Verhältnis von tatsächlichen Content und eingesetztem Tech-Stack auf eine absurde Schieflage zu bringen. - Das Ziel ist, mit so wenig Krempel wie möglich trotzdem eine brauchbare, moderne Website hinzukriegen, ein paar neue Tricks dabei zu lernen und alte mal wieder aus der Mottenkiste zu holen.
Der Projekt-Ordner besteht nur aus der index.html und ein paar Unterordnern, wo ich Unterseiten, das CSS, die Scripte und Bilderchen verstaue. Mittels VS Code baue ich jede Seite von Hand auf, zur Zeit schreibe ich selbst diesen Artikel noch auf diese Weise - direkt im Editor mit dem dazugehörigen HTML-Zeugs. Lokal teste ich die Seite mit nano-server, was ganz wunderbar funktioniert, kein Docker-Container mit LAMP-Image nötig.
Das Witzige dabei ist, dass ich wie anno dunnemals den ganzen Krempel einfach per SFTP in den www-Ordner vom Apache klatschen kann und die Seite einfach funktioniert. Keine Konfigurationsorgie, keine Dependency-Hell, keine Backend-API, keine Datenbank nötig. Ist lange her, dass ich das mal so einfach gehalten hab und das wird auch so bleiben. Naja, ich werde wohl später noch einen winzigen Node-Dienst
auf dem Server brauchen, wenn ich mir selbst einen Editor gebaut habe, mit dem ich so einen Sermon wie diesen hier dann einfach runterpinnen kann. Der Service wird aus dem Text dann eine HTML-Seite basteln und für den Abruf ablegen. Simple as that.
Was das Design angeht, werd ich mir auch noch was besseres einfallen lassen, das aktuelle ist mehr ein erstes Gerüst und ich hab Lust bekommen, mich nochmal so richtig tief ins CSS zu stürzen und auch dem blanken HTML einfach mal den Respekt zukommen zu lassen, den es verdient. Clean, semantisch strukturiert und hübsch anzuschauen. Aber immer noch furchtbar zu lesen.
So hab ich mal angefangen und alles von der Pike auf gelernt. Wenn du Bock hast, schau dir einfach den Code (Taste F12) an. Scheu dich nicht davor, auch wenn du Anfänger bist. Ist alles so schwer nicht, es braucht nur Zeit, Geduld und Spaß an der Sache (oder sture Beharrlichkeit). Und ehe du dich versiehst, hackst du Zeile für Zeile Code in die Maschine, heulst, fluchst und freust dich wie ein Schneekönig, wenn der Kram endlich funktioniert.
Build in Progess